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Pädagogische Prinzipien PDF Drucken E-Mail

 

Klassenlehrerprinzip


Besonders wichtig ist für Grundschulkinder nach unserer Meinung das Klassenlehrerprinzip, denn der Lehrer ist längst nicht nur als Wissensvermittler, Organisator von Lernprozessen, sondern auch als Erzieher eine wichtige Bezugsperson. Diese erzieherische Funktion steht u.a.  im Mittelpunkt unserer Klassenlehrertätigkeit. Die Klassenlehrerin ist somit Beziehungshersteller, Problemklärer, Gruppenmoderator, Normensetzer und Organisator.
Im Lernprozess geht es um das Erlangen von Kompetenzen und das Anbahnen innerer Einstellungen. Auch hier ist es trotz eines gemeinsamen pädagogischen Ziels naheliegend, dies nach Möglichkeit überwiegend in eine Hand zu geben.
Es erscheint daher unerlässlich, dass die Klassenlehrerin mit möglichst vielen Unterrichtsstunden in seiner Klasse ist und dies nach Möglichkeit über die gesamte Grundschulzeit gewährleistet bleibt.

Eingehen auf die Individualität des Kindes von Anfang an: „Aktion Brückenschlag“
Wir sehen Kinder als individuelle Persönlichkeiten, die in der Entwicklung und Entfaltung ihrer individuellen Eigenschaften gestärkt werden müssen. Wir bemühen uns, die Kinder dort abzuholen, wo sie sich befinden. Insbesondere haben wir es uns speziell im Schuljahr (2008/09)  zur Aufgabe gemacht, den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule neu zu gestalten. Elemente des Brückenschlags zwischen Kindergarten und Grundschule sind gegenseitige Besuche mit unseren Schülerinnen und Schülern während der Weihnachts- bzw. Osterzeit, wechselseitige Hospitationen der Kolleginnen, Beobachtungen und Diagnosen in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen.
Förderung sozialen  Kompetenzen des Kindes durch unser Patenklassenprojekt: „Mini Max“
Um den neuen Erstklässlern den Schulbeginn zu vereinfachen, hat sich seit einigen Jahren die Einrichtung von Patenklassen als gewinnbringend erwiesen. Dabei übernehmen die vierten Klassen die Patenschaft über die ersten Klassen (1a-4a, 1b-4b) und zeigen ihnen das Schulgebäude und -gelände, spielen in den Pausen zusammen und unternehmen etwas gemeinsam. Diese Zusammenarbeit wird von allen Kindern gerne angenommen, da bei den „Großen“ das Verantwortungs- und Selbstwertgefühl gesteigert wird und die „Kleinen“ schnell ihre neue Umgebung kennenlernen und zu neuen Freunden gelangen, wodurch auch die Eingliederung in die Schulgemeinschaft problemloser abläuft.
In jüngster Zeit ist dieses Projekt gewachsen:
Zu gemeinsamen Ausflügen, Unterrichtsprojekten und Vorlesestunden ist ein Computerprojekt dazugekommen. E-Pferdchen trainieren Computermäuse. Die Großen führen die Kleinen an das Arbeiten mit dem Computer heran. An zwei Tagen in der Woche treffen sich die Viertklässler vor dem Unterricht mit den Kleinen in einem Klassenraum, um mit Ihnen mit der Lernwerkstatt, einer Software, die speziell für Grundschulen entwickelt wurde, zu arbeiten. Individuelles Lernen wird so ermöglicht, gesellschaftliche Kompetenzen und Verantwortung erlernt. Dieses soziale Engagement soll schließlich auf dem Zeugnis der Viertklässler vermerkt werden.

ZIEL/ZIELGRUPPE

1. SCHULJAHR

Ziele:

  • Minimierung der Ängste vor dem System Schule, durch die Zuordnung eines Maxi-Paten aus dem vierten Schuljahr
  • Minimierung von Problemen bei der Orientierung im Schulgebäude und Schulumfeld, durch gemeinsame Erkundungen des Schulgebäudes oder gemeinsamen Spiels in der Pause
  • Maximierung erster Erfahrungen in Bezug auf kooperative Lernformen durch gemeinsame Unterrichtsprojekte und Unterrichtsgänge (Bsp: Zoo und Herbstspaziergang)
  • Maximierung von Lernerfolgen durch gemeinsame Lese- und Vorlesestunden sowie durch kooperatives Lernen am Computer (Die Großen verlocken die Kleinen zum Lesen-Vorlesestunde auf dem Schulhof/Die Großen führen die Kleinen an das Arbeiten mit dem Computer heran)

 

4. SCHULJAHR

Ziele:

  • Maximieren der Empathiefähigkeit durch den  Umgang mit den

Jüngeren

  • Maximieren des Verantwortungsbewusstseins
  • Minimieren von Übergriffen (Ärgern)  auf die jüngeren Schüler
  • Anbahnen und fördern einer gesellschaftlichen Kompetenz

 

Erfahrungen/Erfolge:

SCHULRALLY/GEMEINSAME PAUSENGESTALTUNG

Die Umstellung von dem kleinen beschaulichen Kindergarten auf die doch ungewohnt unübersichtlich große Grundschule bringt viele Probleme mit sich. Wo finde ich was? Wie leihe ich mir Spielgeräte aus? Wen kann ich bei Problemen ansprechen? Wer hilft mir im Umgang mit anderen Kindern? All diese Fragen können mit Hilfe der Paten geklärt werden.

VORLESEN/MITEINANDER LESEN

Die Großen sind Vorbilder für die Kleinen. Sie zeigen, wie schön das Lesen sein kann und animieren die Erstklässler so auch das Lesen lernen zu wollen. Selbst Kinder aus bildungsfernen Familien  werden so zum Lesen verlockt. Die Viertklässler genießen es, ihr Können zu zeigen und erfahren ihre Fähigkeit als etwas Sinnvolles.

Voneinander lernen

Es gehört schon Disziplin dazu, vor dem Unterricht sich mit dem Computer zu beschäftigen. Die Großen reflektieren ihr eigenes Wissen im Umgang mit dem Computer, erklären:
- Wie fahre ich den Computer hoch?
- Wie rufe ich die Lernwerkstatt auf?
- Wie kann ich mit meinem Konto arbeiten?
- Welche Bereiche gibt es, in denen man üben kann?
Für sie stellt es sich als lohnend heraus, sich zu engagieren, denn in Bezug auf die Bewerbung an den weiterführenden Schulen, ist es wichtig, seine soziale Kompetenz auch nachweisen zu können. Die Beteiligung an diesem Projekt wird als Anerkennung im Zeugnis vermerkt.

SELBSTSTÄNDIGKEIT UND SELBSTBESTIMMUNG IN UNTERRICHT UND PAUSEN: „FREIE UNTERRICHTSFORMEN UND PAUSENKARTENVERTRAG“

Die Selbstständigkeit der Kinder ist ein Hauptziel unserer pädagogischen Arbeit. Wir ermöglichen die Selbstbetätigung der Kinder in Lernprozessen, fördern ihren Mitgestaltungswillen und schaffen dafür die notwendigen Rahmenbedingungen insbesondere durch freie Unterrichtsformen. Während der Pausenzeiten entscheiden die Kinder darüber, ob sie im Klassenraum bleiben wollen oder auf den Hof gehen.  Folgendes Regelwerk mit Vertrag ist mit den Kindern vereinbart worden:

  • Wenn ich mich dazu entschlossen habe, in der Pause nicht auf den Schulhof zu gehen, bleibe ich in meinem Klassenraum und lege meine Pausenkarte auf den Tisch.
  • Die Tür zum Klassenraum bleibt auf.
  • Ich beschäftige mich ruhig, allein oder mit anderen: lesen, malen, Brettspiele, Kartenspiele...
  • Ich tobe nicht und spiele nicht mit Bällen.
  • Wenn eine Lehrerin kommt, zeige ich meine Pausenkarte.
  • Pausenkarten – Vertrag
  • Name:_______________     Unterschrift:_______________________


Die Regeln der Pausenordnung sind mir bekannt. Ich bin bereit, mich an sie zu halten.
Wenn ich die Regeln nicht beachte, muss ich die Pausenkarte wieder abgeben.

Soziale und emotionale Kompetenz

Wir wollen Kinder darin fördern, hohe soziale und emotionale Kompetenz zu entwickeln. Um in der Gemeinschaft miteinander gut auszukommen, brauchen Kinder Verständnis für die eigenen
Emotionen sowie für die Gefühle ihrer Mitmenschen. Die Förderung geschieht im Rahmen täglicher Unterrichtsarbeit besonders aber auch in unserem „Faustlos“ Projekt.

Das Lernen lernen

Wer gerne lernt, lernt besser und nachhaltiger. Unsere Aufgabe ist es, bei Kindern die natürliche Wissbegier zu erhalten und ihre Eigenmotivation zum Lernen zu fördern. Wir begleiten die Kinder dabei, ihren eigenen Lernweg zu finden, indem wir freie und angeleitete Unterrichtsmethoden in einem vernünftigen Wechsel anbieten. Indem Kinder erfahren, wie sie lernen und was sie schon gelernt haben, können sie eine sichere, positive Haltung zu allen kommenden Lernaufgaben aufbauen. Näheres dazu finden sie bei den Angaben zu den einzelnen Fächern im nächsten Schulprogrammbaustein.